2026 bringt einige wichtige Änderungen für Autofahrer in Deutschland. Der digitale Führerschein kommt Ende des Jahres, die E-Auto-Steuerbefreiung wird verlängert, und eine neue Abgasnorm tritt in Kraft.
Wir geben dir einen Überblick über alle relevanten Neuerungen. Und erklären, warum die Bußgelder für Handy am Steuer weiterhin hoch bleiben.
Digitaler Führerschein: Start Ende 2026
Die große Neuerung: Der digitale Führerschein kommt. Das Bundesverkehrsministerium hat angekündigt, dass die digitale Version des Führerscheins voraussichtlich im vierten Quartal 2026 eingeführt wird.
Was bedeutet das? Du kannst deinen Führerschein in einer offiziellen App auf deinem Smartphone speichern. Bei Verkehrskontrollen zeigst du die App statt der Plastikkarte. Der digitale Führerschein hat die gleiche Gültigkeit wie das Plastikdokument.
Die App: Der digitale Führerschein wird Teil der BundID-App, der offiziellen Identitäts-App der Bundesregierung. Du musst dich einmalig mit deinem Personalausweis verifizieren, dann wird der Führerschein in die App übertragen.
Wichtig: Der digitale Führerschein ist ein Zusatzangebot. Die Plastikkarte bleibt gültig. Du musst nicht umsteigen, wenn du nicht willst. Aber für viele wird die digitale Variante bequemer sein.
Achtung: Der digitale Führerschein ist nur in Deutschland gültig. Im Ausland brauchst du weiterhin die Plastikkarte. Das gilt auch innerhalb der EU.
Die Einführung erfolgt schrittweise. Zunächst gibt es eine Pilotphase in ausgewählten Bundesländern. Der bundesweite Rollout ist für Ende 2026 geplant.
E-Auto-Steuerbefreiung verlängert bis 2035
Gute Nachrichten für E-Auto-Fahrer: Die Kfz-Steuerbefreiung für reine Elektrofahrzeuge wird bis Ende 2035 verlängert. Ursprünglich sollte die Befreiung Ende 2025 auslaufen.
Wer profitiert? Alle reinen Elektrofahrzeuge, die bis zum 31. Dezember 2035 erstmals zugelassen werden, sind für zehn Jahre von der Kfz-Steuer befreit. Das gilt auch für bereits zugelassene E-Autos.
Plug-in-Hybride: Diese bleiben weiterhin steuerpflichtig. Die Steuerbefreiung gilt ausschließlich für reine Elektrofahrzeuge ohne Verbrennungsmotor.
Die Verlängerung ist Teil des Klimapakets der Bundesregierung. Ziel ist es, den Umstieg auf Elektromobilität attraktiver zu machen und die CO2-Emissionen im Verkehr zu senken.
Neue Abgasnorm: Euro 6e ab Juli 2026
Ab dem 1. Juli 2026 tritt die neue Abgasnorm Euro 6e in Kraft. Sie gilt für alle neu zugelassenen Pkw und leichte Nutzfahrzeuge mit Verbrennungsmotor.
Was ändert sich? Euro 6e verschärft die Grenzwerte für Stickoxide und Feinstaub. Außerdem müssen die Emissionswerte jetzt auch unter realen Fahrbedingungen eingehalten werden, nicht nur im Labor.
Bestandsfahrzeuge: Autos, die vor dem 1. Juli 2026 zugelassen wurden, sind nicht betroffen. Die neue Norm gilt nur für Neuzulassungen.
Diesel-Fahrer: Die neue Norm betrifft vor allem moderne Diesel-Fahrzeuge. Hersteller müssen die Abgasreinigung weiter verbessern. Das könnte zu leicht höheren Preisen bei Neuwagen führen.
Die Einführung von Euro 6e ist ein weiterer Schritt in Richtung strengerer Umweltstandards. Langfristig soll der Verbrennungsmotor schrittweise durch emissionsfreie Antriebe ersetzt werden.
Handy am Steuer: Bußgelder bleiben unverändert
Eine Änderung gibt es nicht: Die Bußgelder für Handy am Steuer bleiben auf dem aktuellen Niveau. Das bedeutet weiterhin mindestens 100 Euro und ein Punkt in Flensburg.
Warum keine Änderung? Die Bußgelder wurden 2021 deutlich erhöht. Seitdem gibt es regelmäßig Diskussionen über eine weitere Verschärfung, aber bisher keine konkreten Pläne.
Die aktuellen Strafen:
- Handy am Steuer ohne Gefährdung: 100 Euro + 1 Punkt
- Mit Gefährdung: 150 Euro + 2 Punkte + 1 Monat Fahrverbot
- Mit Sachbeschädigung: 200 Euro + 2 Punkte + 1 Monat Fahrverbot
Die Polizei kontrolliert weiterhin intensiv. Vor allem in Städten und auf Autobahnen. Das Risiko, erwischt zu werden, ist hoch.
Wichtig: Schon das bloße Halten des Handys in der Hand reicht für das Bußgeld. Du musst es nicht mal entsperren. Auch an der Ampel und im Stau gilt das Verbot.
Weitere Änderungen im Überblick
Fahrassistenzsysteme in Neuwagen: Ab Juli 2026 müssen alle neu zugelassenen Pkw mit bestimmten Assistenzsystemen ausgestattet sein. Dazu gehören Notbremsassistent, Spurhalteassistent und intelligente Geschwindigkeitsanpassung.
Winterreifen-Pflicht: Die situative Winterreifenpflicht bleibt bestehen. Bei Glatteis, Schneeglätte, Schneematsch, Eis- oder Reifglätte musst du mit Winterreifen oder Ganzjahresreifen mit M+S-Kennzeichnung fahren.
Umweltzonen: Einige Städte verschärfen ihre Umweltzonen. Berlin, München und Stuttgart weiten die Bereiche aus, in denen nur noch Euro 6-Diesel und emissionsfreie Fahrzeuge fahren dürfen. Die genauen Regelungen variieren je nach Stadt.
Parkgebühren: Viele Kommunen erhöhen die Parkgebühren. Die Obergrenze für Parkgebühren wurde 2021 aufgehoben. Städte können jetzt selbst entscheiden, wie viel sie verlangen.
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